Reviews AUGUST 2018

Ian Gillan & THE JAVELINS 

Release: 31.08.2018

INFO-Auszug

IAN GILLAN UND SEINE ALLERERSTE BAND ENDLICH WIEDERVEREINT!

EINE MUSIKALISCHE REISE DURCH DIE SONGS UND DIE KLÄNGE

DER TAGE IN DENEN ALLES BEGANN…

“IAN GILLAN & THE JAVELINS” – DAS STUDIO ALBUM –

ERSCHEINT AM 31. AUGUST BEI earMUSIC.

“In den frühen 60ern hat man The Beatles Chubby Checkers ‘Twist And Shout’ im Cavern Club in Liverpool covern sehen oder die Rolling Stones mit Chuck Berry’s ‘Come On’ im Station Hotel in Richmon…, und The Javelins haben Howlin Wolf’s ‘Smokestack Lightning’ im Wistowe House in Haye gespielt.” – Ian Gillan

Jeder wahre Deep Purple Liebhaber weiß, wie sehr ihre Magie und ihr kraftvolle Stil das Ergebnis vieler verschiedener Einflüsse ist, die jedes einzelne Bandmitglieder einbrachte und die alle in dem kraftvollen Sound münden, der von Millionen von Rock-Fans geliebt wird.  Ian Gillans  Liebe für amerikanischen Soul, Rhythm & Blues ebenso wie Skiffle und frühen Rock’n’Roll wurde ausführlich in vielen Artikeln und Interviews dokumentiert.

Gegründet in den frühen 60ern, wurden The Javelins beeinflusst von Pop-, Soul-, Country-, Jazz- und Blues-Künstlern aus Amerika. Sie saugten die Musik ihrer Helden auf, setzten ihren ganz eigenen Stempel drauf und zogen von Stadt zu Stadt um ihre liebsten Songs vor einem kleinen, aber zunehmend wachsenden Publikum zu spielen – und wurden damit selbst zu lokalen Helden.

Das war die Zeit, in der Ian Gillan sich selbst entdeckte, die Fesseln löste und seine Stimme fand. The Javelins ebneten den Weg für den Ian Gillan, der nur wenige Jahre später mit Deep Purple Geschichte schreiben sollte und zu einem der ikonischsten Frontmänner aller Zeiten wurde und zusammen mit einigen Wenigen Rockmusik zu dem machte, was sie heute ist. 

 “Diese zeitgenössischen Aufnahmen (2018) von The Javelins stammen aus unserer Setlist von ca. 1963, als ich etwa 18 Jahre alt war. Nun, ein paar Jahre später, habe ich das Privileg und die Freude mit meinen alten Kumpels aus der originalen Gruppe Gordon Fairminer (Lead Gitarre); Tony Tacon (Rhythmus Gitarre); Tony Whitfield (Bass) und Keith Roach (Schlagzeug) zusammenzuarbeiten, indem wir eine lange überfällige L.P. aufnehmen.“

Ian Gillan definiert dieses neue Studioalbum als “eine Kollektion einprägsamer Rhythmen und feel-good Melodien“. Diese tiefstapelnde Definition zeigt Gillans Fähigkeit, immer noch mit dem Blick des 18-jährigen Jungens, der diese Songs vor vielen Jahren sang, auf ebendiese und seine Karriere zu blicken.

Aber bei diesem Album geht es noch um vieles mehr…

The Javelins zollen ihre Anerkennung gegenüber Legenden wie Chuck Berry, The Drifters, Jerry Lee Lewis, Ray Charles, Buddy Holly und Bo Diddley.

Während sie vermeiden, Gebrauch von modernen Technologien zu machen, hat es die Band geschafft, die Spontanität und Freiheit der Pop und Rock and Roll Musik von vor 50 Jahren zu bewahren, wohlmöglich ohne es selbst komplett zu realisieren. 

Ein Weltstar und vier Freunde, die alle verschiedene Wege in ihrem Leben eingeschlagen haben (keiner hat sich entschieden ein Profi zu werden, wie sie es sagen würden), haben es geschafft einzufangen, was es bedeutet eine Live-Band zu sein.  

Dieses Album ist das Ergebnis aus vier Tage Arbeit in einem Studio in Hamburg, Deutschland, während der Mikrophone, Instrumente, Textzettel und Erinnerungen die einzigen erlaubten Hilfsmittel waren. 

Dieses Album ist keine Nostalgie und soll auch nicht die Unverfälschtheit der „guten alten Zeit“ im Gegensatz zu der Moderne zelebrieren.

Es stellt einfach das dar, was The Javelins 1963 waren… und so sind sie einfach heute, wenn sie sich im Studio treffen, ihre Gitarren in die Hand nehmen und sich gegenseitig mit einem großen Grinsen in die Augen schauen.

Das ist, wo alles begann.

Ian Gillan & The Javelins” wurde in den Chameleon Studios in Hamburg, Deutschland, während einer viertägigen Recording-Session im März 2018 aufgenommen.

Don Airey übernahm als Gast den Platz am Piano.   

Es erscheint am 31. August 2018 bei earMUSIC als CD Digipak, 1LP Gatefold (180g, schwarz) und Digital veröffentlicht.

Ian Gillan & The Javelins sind

Sänger: Ian Gillan

Lead Gitarre: Gordon Fairminer

Rhythmus Gitarre: Tony Tacon

Bass: Tony Whitfield

Schlagzeug: Keith Roach

 

TRACK LIST

CD

  1. Do You Love Me
  2. Dream Baby (How Long Must I Dream)
  3. Memphis, Tennessee
  4. Little Egypt (Ying-Yang)
  5. High School Confidential
  6. It’s So Easy!
  7. Save The Last Dance For Me
  8. Rock and Roll Music
  9. Chains
  10. Another Saturday Night
  11. You’re Gonna Ruin Me Baby
  12. Smokestack Lightnin’
  13. Hallelujah I Love Her So
  14. Heartbeat
  15. What I’d Say
  16. Mona (I Need You Baby)

 

LP

 SIDE A

  1. Do You Love Me
  2. Dream Baby (How Long Must I Dream)
  3. Memphis, Tennessee
  4. Little Egypt (Ying-Yang)
  5. High School Confidential
  6. It’s So Easy!
  7. Save The Last Dance For Me
  8. Rock and Roll Music

SIDE B

  1. Chains
  2. Another Saturday Night
  3. You’re Gonna Ruin Me Baby
  4. Smokestack Lightnin’
  5. Hallelujah I Love Her So
  6. Heartbeat
  7. What I’d Say
  8. Mona (I Need You Baby)

Ja-Das waren noch Zeiten.Ich find das Teil mal so RICHTIG Klasse.Denn ohne diese Art der Musik,hätten wir unsere heutige Musik nicht auf einem gewissen Level.Klar-manchmal frag ich mich,ob manche Bands/Künstler überhaupt ein gewisses Level haben…lach…Aber DAS ist nun auch ein anderes Thema;)

DAS HIER…Freunde-DAS HIER ist der Hammer und für meine Ohren klingt der Sound sehr pur.Soll heißen,das es auch eine Produktion aus den 60ern sein könnte.Und wer sich etwas auskennt,weiß ,welche Leute auf dieser Scheibe zu hören sind!

Na klar…das sind Coverstücke.ABER…DAS war zur damaligen Zeit „normal“ und auch angesagt.Heute sagt man TOP40 dazu.Das mein ich nicht abwertend in Richtung der TOP40-Bands-denn da gibt es AUCH welche,die „es“ wirklich können!

Ich kann jedem Musikfan wärmstens empfehlen,auch ruhig mal das „Zeug“ aus den 60ern zu hören.Ihr werdet feststellen,das es da sehr viele Nummern gab,die heute noch einfach Klasse sind.Unterm Strich hat uns diese Zeit und die Zeit davor zur heutigen Musik inspiriert!Egal,welche Musikrichtung man mag!Denn:Musik ist einfach das BESTE,was es gibt.Sie tröstet,sie baut auf,sie entspannt…Ihr wisst,was ich meine!

10 von 10 Punkte


MAD MAX – 35

Release: 10.08.2018

INFO-Auszug

Idealismus ist bekanntlich eine angeborene Charaktereigenschaft, die man weder er- noch verlernen kann. Kurz um: Man hat sie oder man hat sie nicht. Die Mad Max-Musiker Michael Voss (Gesang/Gitarre), Jürgen Breforth (Gitarre), Axel Kruse (Schlagzeug) und Thomas „Hutch“ Bauer (Bass) besitzen ohne Zweifel diesen unerschütterlichen Idealismus, der dafür sorgt, dass die Band auch nach 35 Jahren immer noch das absolute Optimum ihrer Leistungsfähigkeit ausschöpft, ohne sich den vermeintlichen Zwängen der Industrie zu beugen. „Wir haben noch nie ein neues Album produziert, nur weil irgendeine Plattenfirma angefragt hat oder der geeignete Zeitpunkt angeblich überfällig war“, erklärt Jürgen Breforth. „Für uns stellt sich vor jeder Produktion lediglich die Frage: Haben wir noch ausreichend Ideen für ein Album, das gleichermaßen uns und die Fans begeistern kann? Nur wenn diese Frage von allen Beteiligten mit voller Überzeugung bejaht wird, machen wir uns an die Arbeit.“ Im Fall des aktuellen Mad Max-Albums Thirty 5, das sowohl musikalisch als auch thematisch die dreieinhalb Jahrzehnte seit Gründung der Gruppe in den frühen Achtzigern reflektiert, waren zweifelsohne ausreichend starke Ideen vorhanden. Mehr noch: Die neue Scheibe klingt klassisch und zeitgemäß zugleich, hat viele Überraschungen parat und – last but not least – huldigt einigen Helden der vier Bandmitglieder.

Doch beginnen wir zunächst mit einer echten Überraschung: Aus den insgesamt elf Songs des Albums ragt die Single ‚Beat Of The Heart‘ aus gleich mehreren Gründen heraus. Einerseits kann man dieses Stück durchaus als 2018er Nachfolger des wichtigsten Mad Max-Hits ‚Night Of Passion‘ bezeichnen (Breforth: „Bei beiden Nummern geht es letztlich um den Herzschlag des Lebens“), andererseits haben sich die Bandmitglieder mit dem dazugehörenden Video einen langgehegten Wunschtraum erfüllt. „Wir wollten einmal in der Geschichte von Mad Max einen Videoclip drehen, der vom Look und von der filmischen Qualität wie ein richtiger kleiner Kinofilm aussieht. Dank der Hilfe unseres Sponsors Hubert Teichmann haben wir jetzt diese Möglichkeit bekommen.“ Zur Erklärung: Der Allgäuer Teichmann, unter anderem Besitzer der privaten Eisenbahnstrecke „Staudenbahn“ in der Nähe von Augsburg, ist seit vielen Jahren überzeugter Kulturmäzen – auch für ihn gilt das Stichwort: Idealismus! – und hat Mittel zur Verfügung gestellt, um Mad Max einen in Berlin  gedrehten Videoclip mit mehreren Schauspielern zu ermöglichen, darunter in der Hauptrolle Vinzenz Kiefer (Bader-Meinhof-Komplex, Alarm für Cobra 11, Jason Bourne) und Regisseur/Drehbuchautor Oliver Bethke. Man darf schon jetzt auf den ersten Trailer des Clips Anfang Juni gespannt sein.

 

Gleichzeitig hat Thirty 5 noch weitaus mehr Höhepunkte zu bieten, sei es das programmatische ‚Rocky Road‘ mit einem Text über die unvermeidlichen Höhen und Tiefen, die wohl jede Rockband im Laufe ihrer Karriere durchlebt. Oder das rhythmisch angriffslustige ‚Snowdance‘, in dem Mad Max ihre Begeisterung für die amerikanische Formation Extreme artikulieren. Breforth: „Stilistisch fällt der Song ein wenig aus dem Thirty 5-Rahmen, weshalb wir zunächst überlegt haben, ob wir ihn überhaupt mit aufs Album nehmen.“ Ein weiteres Highlight ist ‚False Freedom‘ mit seinem sozialkritischen Inhalt, an dem Breforth ebenso mit dem amerikanischen Texter Jason Smith gearbeitet hat wie im Uptempo-Groover ‚D.A.M.N.‘, einem Kürzel für „Devil´s After Me Now`, zu Deutsch etwa: Da hat der Teufel seine Hand im Spiel. Und schließlich: Mit dem Bonustrack ‚Paris Is Burning‘ huldigen Mad Max der US-Supergroup Dokken, eine der wichtigsten Inspirationsquellen ihrer gesamten Laufbahn. Breforth: „Don Dokken höchstpersönlich hat unsere Version autorisiert.“ 

Produziert wurde Thirty 5 in den ´Kidroom Studios` in Greven, die Drums wurden unter der Regie von Rolf Munkes (u.a. Crematory, Phantom 5) in dessen ´Empire Studios` in Bensheim bei Frankfurt aufgenommen. Gemastert wurde die Scheibe bei ´CS Mastering` in Bratislava von Christoph ´Doc` Stickel (u.a. Michael Schenker Fest). Ergo: Die Produktionsparameter werden dem hochwertigen Kompositionsniveau dieser Scheibe vollauf gerecht. Und auch das gehörte für Mad Max zu den unabdingbaren Grundvoraussetzungen, bevor die Band ihre Arbeit an Thirty 5 begonnen hat.

LINE-UP:
Michael Voss – lead vocals, lead guitars
Jürgen Breforth – rhythm guitars
Thomas “Hutch” Bauer – bass, vocals
Axel Kruse – drums

Sicherlich-es ist KEIN schlechtes Album.Darunter sind ist auch die ein oder andere „Perle“.Aber unterm Strich muss ich sagen,das mich das Material nicht wirklich vom Hocker haut.Klar lässt sich das berühmte Rad nicht NEU erfinder,aber wie gesagt…Dagegen ist die Produktion GEIL.Da gibt´s nix zu meckern.Musikalisch kann man feststellen:SUPER

„Stinknormaler“ und durchschnittlicher Hard Rock

6,5 von 10 Punkte


The Magpie Salute – High Water I

Release: 10.08.2018

INFO-Auszug

Alte Freunde gehören zu unserem Leben wie die Figuren eines abgegriffenen Romans voller Eselsohren. Wenn wir die Seiten unseres Lebens durchblättern, kehren sie zurück, um im Hier und Jetzt aufregende, neue Abenteuer mit uns zu erleben. So liest sich auch die Geschichte von The Magpie Salute.

Die Band vereint nicht nur prahlerischen Rock’n’Roll, psychedelischen Blues und Lagerfeuer würdige Geschichten, sondern auch Musiker, deren Wege sich einst trennten und die nun wieder zueinander gefunden haben.

Gegründet von Gitarrist Rich Robinson setzt The Magpie Salute eine Episode fort, die ihren Anfang mit Gitarrist Marc Ford und Bassist Sven Pipien bei den legendären The Black Crowes nahm. Mit Sänger John Hogg arbeitete Robinson bereits bei seinem Nebenprojekt ‚Hookah Brown‘ zusammen. Keyboarder Matt Slocum und Schlagzeuger Joe Magistro unterstützen ihn seit Jahren bei seinen Soloalben und auf Tour.

Auf ihrem Debüt „High Water I“, das am 10. August 2018 erscheint, veröffentlichen sie erstmals komplett eigenes Material. Der Nachfolger „High Water II“ ist für 2019 geplant.

„Als ich die Band zusammenstellte, dachte ich daran, dass wir über ein Jahrzehnt nicht mehr miteinander gespielt hatten.“, sagt Robinson. „Doch die Chemie zwischen uns war sofort wieder da, ich kann es nicht erklären. Natürlich bin ich immer noch der gleiche Typ, der bei den Black Crowes gespielt und all deren Songs geschrieben hat. Doch diesmal ist der Hintergrund sowohl für mich, als auch für Marc und Sven, ein anderer. Hier vereinen sich drei verschiedene Welten für mich und für Marc und Sven ist es verblüffend, gemeinsam mit Joe, Matt und John zu spielen. Das war ein wirklich cooles Erlebnis und genau das, was ich tun wollte.“

„Je mehr Zeit wir miteinander verbrachten, desto mehr realisierte ich, wie eng mein Leben mit dem von Rich verknüpft ist.“, offenbart Ford. „Das ist wahrscheinlich die beste Band, in der ich je gespielt habe. Als Musiker ist es eine Herausforderung für mich, doch da ist auch noch etwas anderes, das uns vereint. Diese Musik will ein Teil von uns sein. Rich und ich sind uns einig, dass wir tun, was auch immer notwendig ist, um unsere Altlasten abzuschütteln. Es ist besser, wenn wir zusammen sind, als wenn wir es nicht sind. Wir sind bessere Freunde denn je und im letzten Jahr habe ich mehr über ihn gelernt als in den 30 Jahren davor. Wir haben es geschafft, die Bruchstücke eines sehr bizarren gemeinsamen Lebens aufzusammeln und uns als erwachsene Männer wieder zu vereinen. Wir können jetzt sagen ‚Wow, da ist etwas! Lass uns sehen, was wir daraus machen können!‘“

„Wir alle sind uns der Situation, in der wir uns befinden, sehr bewusst.“, fügt Hogg hinzu. „Rich und Marc haben diese lange, intensive und öffentliche Geschichte. Sven war auch schon immer in der Band und Joe hatte mit Rich mehr als 15 Jahre zusammengearbeitet. Auch Rich und ich haben eine gemeinsame Vergangenheit. Ich lüge nicht, es ist alles sehr ungewöhnlich.“, lacht er. „Das sind die großartigsten Musiker, mit denen ich je zusammengespielt habe. Die Dynamik ist kraftvoll und positiv. Die zahlreichen langen Reisen verschmelzen nun endlich zu einer Einheit.“

The Magpie Salute nahm 2016 erste Gestalt an, als Robinson die ursprünglich zehnköpfige Band für einen bahnbrechenden Woodstock Gig zusammenstellte. Anschließend spielten sie im Januar 2017 im Gramercy Theatre in New York vier ausverkaufte Konzerte nacheinander. Bis 2018 folgten weltweit 77 weitere Konzerte mit einem Repertoire von 170 Songs. Darunter fanden sich sowohl Coverversionen, Songs der Black Crowes als auch Solostücke von Robinson. Zahlreiche Medien berichteten euphorisch über sie und der Rolling Stone beschreib die Shows kurz und prägnant als „explosiv“.

Das erste Livealbum „The Magpie Salute (Live)“, welches Mitte 2017 erschien, enthält auch den ersten eigenen Song „Omission“.

Schließlich zogen sie sich ins Dark Horse Studio in Nashville zurück, wo sich die Vision des sechsköpfigen Line Ups herauskristallisierte. „Mit zehn Leuten auf der Bühne zu stehen, ist cool.“, erklärt Robinson, der „High Water I“ auch produziert hat. „Doch da geht es mehr um Entertainment. Im Studio merkten wir schließlich, dass wir mehr Raum brauchten. Es sollte nicht zu chaotisch oder zu durchsiebt klingen. Der Kern war wichtig und der bestand aus sechs Leuten. Es fühlte sich großartig an, etwas Neues aufzubauen, wir wurden auf gewisse Art neu geboren. Jetzt arbeiten wir als starke Einheit auf ein neues Ziel hin.“

„Während der Tour haben wir schlicht den Rahmen gesprengt.“, ergänzt Ford. „Im Studio fokussierten wir uns auf das Wesentliche und das fühlte sich richtig an.“

„Mary The Gipsy“ ist der Opener von „High Water I“. Es wird von einem bombastischen Schlagzeug und harten Gitarren vorangetrieben. „Es ist ein Anti-Establishment-Song. Wir tragen die Verantwortung, uns von dieser falsch-positiven Unternehmensmentalität zu befreien, die so zynisch auf uns Urheber herabsieht.“, seufzt Robinson. „Schon immer haben Banker dieses Business geführt und versucht, den Künstlern einzureden, wie sich am besten Geld machen lässt. Warum nicht etwas schaffen, dass sich natürlich und selbstverständlich anfühlt?“

Bei “Send Me An Omen” brodelt das summende Riff unter Hoggs gewaltiger Stimme, bevor das Stück in eine hinreißende Melodie übergeht, die von butterweichen Soli punktiert wird.  „Es ist ein Rock’n’Roll Song.“, sagt Robinson. „Er handelt von einer nicht funktionierenden Beziehung. Beim Refrain ist neben Johns Text ein fröhlicher Singalong zu hören. Ich liebe es, an Songs herumzubasteln, die sich an der Grenze zwischen Licht und Dunkelheit bewegen.“

Der Titeltrack „High Water“ beginnt mit einem raschelnden Schlagzeugspiel, während die verletzliche Stimme die Unruhe unterstreicht, die unter der Oberfläche wimmelt. „Dieser Song handelt von Menschlichkeit und dem, was wir täglich erleben. Es ist das Hauptthema des Albums und spannt sich wie ein Bogen über allen Songs.“

Das dramatische und schwungvolle „Sister Moon“ beschreibt, wie Robinson und Ford sich kennenlernten. „John und ich verbrachten insgesamt zehn Tage gemeinsam in einem Haus. Wir hatten uns vorher noch nie getroffen. Wir saßen nur da, schürten das Feuer und erzählten uns Geschichten. Daraus sind später viele Ideen entstanden.“

Das darauffolgende „Colorbird“ klingt hingegen schwermütig und rührend, denn es beschreibt den inneren Konflikt von Sänger John Hogg mit seinen afrikanischen und schwedischen Wurzeln. „Zu meiner Zeit als Jugendlicher war es nicht einfach, mit so einem ethnischen Hintergrund in London aufzuwachsen.“, gibt er zu. „Ich blicke dabei auf die Gefühle zurück, die ich damals erlebt hatte. In einer Zeit, in der plötzlich wieder Rassen- und Genderthemen aufflammen, ist es wichtiger denn je, zu verstehen, was das bedeutet.“

Das langsame Brennen des Schlagzeugs und das zupfende Gitarrenspiel führen zum dramatischen Ende des Albums, das karge, aber dennoch gefühlvolle „Open Up“. „Dieser Song hat es in sich.“, erzählt Robinson. „Stell Dir jemanden vor, der sein ganzes Leben an nur einem Ort verbracht hat und von der Außenwelt abgeriegelt war. Schließlich öffnet sich die Welt jedoch für ihn. Es ist ein cooles Ende.“

Der Bandname reflektiert auf viele Arten den Geist von The Magpie Salute. „Ich habe Krähen schon immer geliebt, doch sie haben etwas Dunkles und Bedrohliches an sich.“, führt Robinson aus. „Elstern hingegen wurden schon von indigenen Kulturen weltweit verehrt, sie repräsentieren diesen schmalen Grat zwischen Licht und Dunkelheit. Eine Elster ist der Cousin einer Krähe und so war diese Band letztes Jahr der Cousin der Black Crowes. Es gibt einen Aberglauben, der besagt, dass böse Geister abgewehrt werden, wenn man eine Elster grüßt. Der Gruß bedeutet ‚Wir kommen in Frieden‘. Genau das ist unser Ziel. Wir wollen nur zusammenspielen. Es ergibt alles Sinn.“

Die Geschichte von The Magpie Salute beginnt bereits mit einem guten Ende. Mit „High Water I“ haben die Freunde wieder zueinander gefunden und etwas Neues geschaffen.

„Ich hoffe dass die Leute bemerken, dass dieses Projekt etwas komplett Neues ist, ihnen aber dennoch vertraut vorkommt.“, wünscht sich Robinson. „Ich hoffe, sie können sich mit den Alben verbinden, die ihr Leben geprägt haben. Musik ist dafür da, um uns Freude zu machen und uns neue Perspektiven zu zeigen. Mir ist das mehr als je zu vor bewusst geworden. Es ist ein Geschenk.“

„Ich hoffe, wir können den Zuhörern, etwas von ihrer last nehmen, wenn sie uns zuhören und Spaß dabei haben, unsere Geschichten zu teilen.“, lächelt Hogg. „Das ist alles, was ich mir wünsche.“

Marc Ford schließt ab: „Letztendlich liegt der Geist der Versöhnung über allem. Wir haben alle viel  Bullshit hinter uns bringen müssen, bis wir endlich zusammen kommen und diese Musik Realität werden lassen konnten. In ihr liegen Freiheit, Kraft und Gerechtigkeit. Ehrlich erzählt von vier erwachsenen Männern, die gelebt haben und noch immer aufrecht stehen.“

Immer noch aktuell… das erste offizielle Video zum Song “Send Me An Omen”: https://youtu.be/vEhk1Hspaz8

www.themagpiesalute.com

DASA könnte was werden…zumindest wird es Airplay geben-hoffe ich!Potenzial ist allemal vorhanden.Ich werde das mal im Auge/Ohr behalten…

8 von 10 Punkte


Saltatio Mortis – Brot und Spiele

Release: 17.08.2018

INFO-Auszug

„Brot und Spiele“ (VÖ: 17.08.), so lautet der Titel des neuen Albums von Saltatio Mortis, dem mittlerweile elften, wenn man konservativ nur die Studioalben zählt – das bereits neunzehnte, bezieht man sämtliche Live-Alben und eine Best Of-Sammlung mit ein. Drei Jahre haben sich die acht Spielleute Zeit gelassen, was sicherlich auch der imposanten Anzahl ausverkaufter Konzerte in den letzten Jahren geschuldet sein mag. Ganz bewusst haben sich die acht Musiker diese Zeit genommen, um dem so erfolgreichen Vorgänger einen mehr als würdigen Nachfolger zu spendieren. Dutzende Stücke wurden geschrieben, wieder verworfen, neu komponiert, wieder verbessert, mit jedem Schritt geradezu auf ihre Essenz destilliert und schließlich geflissentlich, ganz so wie früher geprobt: Alle Mann in einem Raum, laut und mitreißend und zwar so lange, bis auch der letzte überzeugt war: Ja, das ist es. So wollen wir klingen!
Entstanden ist ein in sich geschlossenes Album, in dessen zwölf Stücken sich all das verdichtet, was Saltatio Mortis immer schon ausgezeichnet hat: Themen, die berühren, aufregen und mitreißen. Rhythmen, die einen nicht nur mitwippen lassen, sondern dermaßen packen und an die erste Reihe eines Festivals erinnern; wahlweise auch gerne mit Crowdsurfing-Effekt. Brettgitarren, die bissig zuschnappen, wenn es härter zugehen soll, dem Song aber auch Platz geben, wo er gebraucht wird. Hymnische Melodien, die zum Mitsingen und auch zum Mitschreien verführen. Leidenschaftlich vorgetragen von Frontmann Alea und eben jenen Dudelsäcken, die seit so vielen Jahren – achtzehn, um genau zu sein – den einzigartigen Sound von Saltatio Mortis prägen.
Neben anderen historischen Instrumenten wie Drehleier und Bouzouki bilden vor allem die Dudelsäcke mit ihrer archaischen Urgewalt traditionell einen wichtigen Pfeiler im musikalischen Schaffen der Karlsruher. Trotz ihrer Vorliebe für das Vergangene klingen die Songs auf „Brot und Spiele“ modern und aktuell. Sie sind griffig arrangiert und produziert, echte „Hinhörer“. Anachronismus? Nein, danke. „Große Träume“ zum Beispiel, die wunderbar rockende Vertonung eines Lebensgefühls. Und doch so viel mehr als nur die Geschichte einer Band, die einst auszog, die Welt zu erobern. „Große Träume… und ein Stück Unsterblichkeit“, heißt es im Text. Ist es nicht das, was wir alle suchen – große Träume und Unsterblichkeit?
Zu den musikalischen Gästen auf „Brot und Spiele“ zählen Malte Hoyer von Versengold sowie Mr. Hurley (Mr. Hurley & die Pulveraffen), deren gemeinsame Geschichte mit Saltatio Mortis weit in die Zeit der Mittelaltermärkte zurückreicht. Was also lag näher, als die beiden bei einem Titel wie „Mittelalter“ um launige Unterstützung zu bitten – ein Anliegen, dem die beiden Special-Guests beim feucht-fröhlichen Studiotermin nur zu gerne nachkamen.
Sie gehören zum „Inventar“ der deutschsprachigen Musikszene-ohne ZWEIFEL!Immer wieder schaffen sie es,hervorragende Alben  an den Start zu bekommen!Die Fanbase darf sich wieder einmal auf ein tolles Album freuen.
10 von 10 Punkte

U.D.O. – Steelfactory
Release: 31.08.2018
INFO-Auszug
Er ist eines der ganz wenigen unverwüstlichen Originale der internationalen Rockszene: seit mehr als 40 Jahren steht der Solinger/Wuppertaler Musiker Udo Dirkschneider auf der Bühne und haucht mit seiner starken,charismatischen Stimme zahlreichen Songs Ewigkeitscharakter ein.
Nachdem er während der letzten Jahre mit der Formation DIRKSCHNEIDER alte Accept-Klassiker noch einmal hochleben
ließ und dafür weltweit frenetisch gefeiert wurde, erscheint am 31. August nun ein neues U.D.O.-Studioalbum mit dem Titel„Steelfactory“.
Kapitel eins nach Udo Dirkschneiders gebührender Hommage an seine alten Accept-Tage, welches noch einmal deutlich gemacht hat: es kann nur einen Udo Dirkschneider geben.
Mit „Steelfactory“ kehrt der Musiker nicht einfach nur zu U.D.O. zurück, sondern auch zu seiner Kernkompetenz. Deutlich beeinflusst von den zurückliegenden Shows mit DIRKSCHNEIDER weisen die Songs in ihrer mitreißend simplen Straightness einen Hymnencharakter auf, wie man ihn von anno damals kennt. „Steelfactory“ ist ein über alle Maßen zeitloses Album geworden und damit das eindrucksvolle Statement von jemandem, der längst ein stilprägendes Lebenswerk geschaffen hat.
Mit seinem erdigen, handgemachten Sound – unter der Mitwirkung von dem dänischen Produzenten Jacob Hansen (u.a.Volbeat) – trifft „Steelfactory“ jenen Nerv der Zeit, der spätestens seit der erfolgreichenDIRKSCHNEIDER-Tour weltweit wieder getriggert sein dürfte.
Der Titel „Steelfactory“ ist eine Hommage an das Mantra, das Udo Dirkschneider von jeher umgibt.
Seine Unverwüstlichkeit,seinebodenständige, unbeirrbare Art und seine gesetzte, stimmgewaltige Bühnenpräsenz haben ihm den Spitznamen
„German Metal Tank“ eingebracht. „Steelfactory“ steht sinnbildlich für ein weiteres Stück Solinger Qualitätsarbeit – und man kann dem Betrieb durchaus sowohl Familiencharakter als auch internationale Ausrichtung attestieren.
Seit mehreren Jahren sind Udos Sohn Sven Dirkschneider am Schlagzeug, Bassist Fitty Wienhold und der russische Gitarrist Andrey Smirnov
fester Bestandteil der Band.
Zu Russland hegt der Musiker ohnehin einen sehr freundschaftlichen Bezug. Bereits lange vor Öffnung des Eisernen Vorhangs bespielte er das Land und hielt nie hinter dem Berg, sich positiv für es einzusetzen. Nicht nur für die russischen Rockfans ist Dirkschneider daher ein Botschafter, ein Sprachrohr dafür, dass die Nachkriegsgeneration grenzenlos miteinander leben und fühlen möchte.
Der Sänger ist einer der ersten, der als international erfolgreicher Musiker seine Chance nutzt, der Welt zu zeigen, wie gut sie im Grunde miteinander funktioniert. „Als wir Mitte der 80er zum ersten Mal in Russland waren, haben wir von Anfang an nur positive Erfahrungen gemacht“, so Dirkschneider.
„Wir haben herzliche Menschen erfahren, wurden mit offenen Armen aufgenommen und haben gemeinsam Musik-Parties gefeiert.“
Im Sommer 2013 wurde die Band U.D.O. sogar zu einem Mega-Event ins ehemalige Stalingrad als Ehrengäste eingeladen:
auf dem einstigen Schlachtfeld spielte die Gruppe ein Konzert gemeinsam mit dem russischen Militärorchester – bis heute eines der absoluten Karriere-Highlights von Udo Dirkschneider.
Wenn am 31. August „Steelfactory“ via AFM Records/Soulfood Music erscheint, wartet man allerdings auch im Reich der anderen Großmacht mit Hochspannung darauf: seit zwei ausgedehnten, mehrmonatigen und mehr als erfolgreichen Tourneen mit zahlreichen ausverkauften Shows durch die USA und Kanada mit DIRKSCHNEIDER ist man auch dort wieder
wahrhaft im Udo-Fieber.
Unverwüstlich-dieser Mann ist einfach genial!Lautstärke voll aufdrehen und abrocken-was anderes geht auch bei diesem Album nicht anders!
10 von 10 Punkte
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